Cannabis macht Kinderwunsch zunichte


Lieber verzichen
Cannabis macht Kinderwunsch zunichte
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Frauen mit Kinderwunsch sollten aufs Kiffen besser verzichten. Denn laut einer neuen Studie senkt Cannabis die Chance auf eine Schwangerschaft.

Jeder Vierte hat´s schon probiert

Ob Marihuana oder Haschisch, ob geraucht oder verzehrt: Cannabis ist weltweit die am häufigsten konsumierte Droge. In Deutschland soll jede Vierte bereits mit dem Rauschmittel Kontakt gehabt haben. Viele betrachten den Hanfabkömmling als ungefährlich. Doch ganz so harmlos ist Cannabis offenbar nicht.

Zumindest nicht für Frauen, die sich ein Kind wünschen, wie amerikanische Wissenschaftler*innen nun melden. Sie hatten die Daten von über 1000 Frauen mit starkem Kinderwunsch analysiert. Bei allen Frauen war es vorher schon zu mindestens einem Schwangerschaftsverlust gekommen. 5 % der Frauen gaben an, Cannabis zu konsumieren, bei einigen war die Droge auch im Urin nachweisbar.

Mehr Sex, aber seltener schwanger

Die Analyse der Daten ergab, dass Cannabis-Konsumentinnen zwar häufiger Geschlechtsverkehr hatten als Abstinenzler*innen. Ihre Chance auf eine Schwangerschaft war jedoch um 41% reduziert, berichten die Forscher*innen. Auch das Risiko von Fehl- oder Frühgeburten war bei ihnen höher.

Womöglich funkt Cannabis beim Eisprung dazwischen, indem es die Ausschüttung des follikelstimulierenden Hormons FSH hemmt. Eine andere Erklärung wäre, dass es die Vorbereitung der Gebärmutter auf den Embryo stört und damit dessen Einnisten verhindert. Zudem gibt es auch Hinweise darauf, dass Cannabis die Wanderung der Spermien durch die Eileiter und damit die Empfängnis verhindert.

Auch nach der Empfängnis besser verzichten

Wer sich ein Kind wünscht, verzichtet besser auf den Cannabiskonsum, empfehlen die Expert*innen. Und zwar sowohl in der Zeit vor der Empfängnis als auch danach. Denn das Rauschgift erreicht über die Plazenta das Gehirn des Ungeborenen. Ob und welche Schäden es dort anrichtet, ist noch nicht geklärt.

Quelle: Ärzteblatt

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